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Mit einer tierfreundlichen Strategie zur Reduktion und Kontrolle von Taubenbeständen hat die Universität Regensburg von sich Reden gemacht. Der Ansatz basiert auf dem Augsburger Modell, einem Konzept zur tierschutzgerechten und nachhaltigen Regulierung von Stadttaubenpopulationen, das in den letzten zehn Jahren unter dem Aspekt des Tierschutzes und der artgerechten Haltung weiterentwickelt worden ist.

Da Vergrämungsmaßnahmen auf dem Gelände der Universität ohne Erfolg blieben, verfolgte die Universitätsverwaltung deshalb eine andere Strategie. Sie setzt auf Reduzierung der Bestände durch Geburtenkontrolle und auf eine tierfreundliche Umsiedlung der gefiederten Freunde. Das Regensburger Modell macht es Taube und Mensch leichter: An einem zentralen Ort – z.B. auf dem Dach des Studentenhauses – wurde ein Taubenschlag eingerichtet; die auf dem Campus lebenden Tauben werden gezielt dorthin gebracht oder angelockt.

Zugeflogene Haus- oder Brieftauben werden an ihre Besitzer zurückgegeben. Eine regelmäßige Wartung der Anlagen und eine qualifizierte Betreuung der Tauben sichern den Erfolg für eine dauerhafte Lösung im Zusammenleben mit den Tauben auf dem Regensburger Campus. So wird bei brütenden Tieren das Gelege gegen Gipseier ausgetauscht, damit sich die Tauben nicht mehr unkontrolliert vermehren.
An der Universität Regensburg hat die Maßnahme bereits dazu geführt, dass sich die bislang bestehenden fünf großen Taubenkolonien auf dem Campus aufgelöst haben.
Inzwischen gibt es diverse Referenzobjekte auch an anderen Plätzen in Bayern.

Auch die ausgetauschten Taubeneier finden nun sinnvolle Verwendung.
Diese werden als Nahrungsergänzung für die Füchse gesammelt und regelmäßig an unsere Auffangstation weitergegeben.
 
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Mehr Informationen zum Regensburger Modell gibt’s hier.

Im Januar 2015 hat die Regierung des Großherzogtums beschlossen, die Fuchsjagd ab April zunächst für ein Jahr zu untersagen

Für den lokalen Jagdverband sei die Entscheidung „überflüssig und verantwortungslos", befürchte man doch die Verbreitung von Tollwut und Fuchsbandwurm.

Im Interview mit L'essentiel entgegnet Camille Gira, Staatssekretär im Ministerium für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, dem wie folgt: „Wir essen ihn nicht, wir benötigen sein Fell nicht und die Tollwut ist nicht mehr in Mitteleuropa." Und „Die Chance, sich mit dem Fuchsbandwurm anzustecken, ist so minimal wie die, das einem ein Ziegelstein auf den Kopf fällt."

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Ganze 14 Seiten umfasst die Geschichte des bei uns aufgewachsenen Fuchswelpen Fridolin in der aktuellen Ausgabe des Vegan Magazin, das seit 7. April erstmalig im Zeitschriftenhandel zu haben ist und fortan alle zwei Monate erscheint.

Fuchsfreunde dürfen sich auf rund 10 großformatige Bilder freuen. Ergänzt wird die Fotostrecke um einen informativen Text, der einige Irrtümer und Unwahrheiten über Füchse auszuräumen versucht.

Einziger Patzer, der beim Druck unterlaufen ist und bei manchem für Verwirrung sorgt:
Fälschlicherweise wird der Name eines anderen Fotografen angegeben.
Verantwortlich für Text und Bilder gleichermaßen ist Thorsten Emberger, alle Fotos die im Magazin zu sehen sind habe ich vergangenes Jahr während der Aufzucht selbst gemacht.

 

Ab sofort erhältlich: das Vegan-Magazin mit 14 Seiten Fuchs und ganzseitigen Fotos.

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Mehr Bilder von Fridolin gibt es übrigens an dieser Stelle zu sehen.

 

Mit einer tierfreundlichen Strategie zur Reduktion und Kontrolle von Taubenbeständen hat die Universität Regensburg von sich Reden gemacht. Der Ansatz basiert auf dem Augsburger Modell, einem Konzept zur tierschutzgerechten und nachhaltigen Regulierung von Stadttaubenpopulationen, das in den letzten zehn Jahren unter dem Aspekt des Tierschutzes und der artgerechten Haltung weiterentwickelt worden ist.
 

Da Vergrämungsmaßnahmen auf dem Gelände der Universität ohne Erfolg blieben, verfolgte die Universitätsverwaltung deshalb eine andere Strategie. Sie setzt auf Reduzierung der Bestände durch Geburtenkontrolle und auf eine tierfreundliche Umsiedlung der gefiederten Freunde. Das Regensburger Modell macht es Taube und Mensch leichter: An einem zentralen Ort – z.B. auf dem Dach des Studentenhauses – wurde ein Taubenschlag eingerichtet; die auf dem Campus lebenden Tauben werden gezielt dorthin gebracht oder angelockt.

Zugeflogene Haus- oder Brieftauben werden an ihre Besitzer zurückgegeben. Eine regelmäßige Wartung der Anlagen und eine qualifizierte Betreuung der Tauben sichern den Erfolg für eine dauerhafte Lösung im Zusammenleben mit den Tauben auf dem Regensburger Campus. So wird bei brütenden Tieren das Gelege gegen Gipseier ausgetauscht, damit sich die Tauben nicht mehr unkontrolliert vermehren.
An der Universität Regensburg hat die Maßnahme bereits dazu geführt, dass sich die bislang bestehenden fünf großen Taubenkolonien auf dem Campus aufgelöst haben.
Inzwischen gibt es diverse Referenzobjekte auch an anderen Plätzen in Bayern.

Auch die ausgetauschten Taubeneier finden nun sinnvolle Verwendung.
Diese werden als Nahrungsergänzung für die Füchse gesammelt und regelmäßig an unsere Auffangstation weitergegeben.
 
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Mehr Informationen zum Regensburger Modell gibt’s hier.

von Katrin Sdun
 
Nach einer ersten noch scheuen Begegnung im Juni 2012 besuchte mich mit zunehmender Regelmäßigkeit und wachsendem Vertrauen eine junge Füchsin. Sie gab mir über Monate immer wieder die Gelegenheit, zahlreiche Fotos und Videos aus nächster Nähe zu machen. Dies wurde für mich zu einem wahren Sommermärchen.
 
Nachbarn hatten einige Wochen zuvor bereits eine kleine Fuchsfamilie beobachtet, wie sie mit drei herumtrollenden Jungtieren durch die Gärten zog. Von dieser Familie, die ich selbst leider nie zu Gesicht bekam, blieb dann wohl nur die junge Füchsin im Revier. Zunächst kam sie meist zur Dämmerstunde, während ich in dieser Zeit fast täglich mit der Kamera zur Beobachtung der Waldohreulen draußen war. Spannend waren hierbei auch stets die Begegnungen zwischen Eulen und Füchsin. Die Eulen überflogen sie sehr knapp, wohl mehr aus Neugier und nicht als Angriff. Die Füchsin reagierte darauf sehr gelassen.
 
Gelegentlich konnte ich sie auch tagsüber beobachten. Das „Füchsle“, wie ich sie in der Zwischenzeit nannte, kam aus den angrenzenden Büschen heraus, um dann für einige Zeit ganz nah zu sein, immer wachsam, mal abwartend, manchmal wie zum Spiel auffordernd und wild im Garten herumtollend. Einmal warf sie einen am Boden liegenden Apfel in die Luft oder sie fraß eine erbeutete Maus vor meinen Augen. Vereinzelt folgte sie mir sogar bis zur Terrasse, klaute einen Schuh, schnupperte an meinem Stativ.
 
Besonders bewegend waren die Begegnungen, wenn Besucher, die zur Eulen-Beobachtung gekommen waren, ebenfalls von der Füchsin „begrüßt“ und begutachtet wurden. Dabei kam sie bis auf wenige Meter heran, auch wenn sie bei schnellen Bewegungen sofort einen Satz zur Seite machte und trotz aller Zutraulichkeit vorsichtig und fluchtbereit blieb.
 
Ich widerstand der Versuchung, die Füchsin mit Futter noch näher heranzulocken, denn ich wusste, dass sie unbedingt wild bleiben sollte, mit der für ihr Überleben wichtigen Vorsicht und natürlichen Scheu. Dennoch war sie mir sehr ans Herz gewachsen und wurde zu einem festen Bestandteil einer „wilden WG“ im Garten.
 
Ich vermisste sie enorm, als sie sich gegen Ende des Jahres, nun nahezu ausgewachsen, immer seltener zeigte. Leider war es mir nicht vergönnt, Fotos von ihr im Schnee zu machen. Ich fand nur noch ihre Spuren, den typischen Abdruck ihres schnürenden Ganges. Aber ich konnte immerhin mittels einer installierten Wildkamera feststellen, dass ein Fuchs bis heute gelegentlich durch den Garten streift, meist in der Nacht. Hin und wieder höre ich das fuchstypische Bellen, ein seltsames Geräusch, dass nicht so recht zu diesen eleganten Tieren passen will.
 
Ich bin unendlich dankbar für all die wunderbar vertrauten Begegnungen mit dem Fuchs mitten unter uns. Ich hoffe sehr, dass es „meinem Füchsle“ gut geht, dass ihre Nähe in der Nachbarschaft weiterhin akzeptiert wird und dass sie vielleicht selbst eine Familie gründen kann.
Der Fuchs wird eher selten geliebt und ist vielen Gefahren ausgesetzt. In der Stadt zwar zunehmend geduldet, ist er dennoch oft mit Vorurteilen behaftet und wird vielfach teils erbarmungslos bejagt. Dieses faszinierende Tier verdient jedoch weit mehr als nur unsere Achtung. Der Fuchs: wild, schlau, schön.
 

Der Kalender zu dieser Geschichte ist im naturdorado-Shop erhältlich

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