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Tierschutz

Rund 27 Millionen Schweine leben aktuell in Deutschland. Versteckt hinter blickdichten Mauern in Mast- und Zuchtanlagen. Sie verbringen ihr Leben ohne Sonnenlicht in Metallgitterkäfigen, die ihnen nicht mehr Raum lassen, als ein Bügelbrett groß ist. Sich umzudrehen oder auch nur einen Schritt nach vorne zu gehen ist ihnen unmöglicht.

Die Tortur beginnt schon in den ersten Lebenstagen: betäubungslose Kastration,  Kürzen der Schwänze, Abschleifen der Eckzähne. Und wenn dann das Leiden nach 7-8 Monaten ein Ende findet, weil das Schlachtgewicht erreicht ist, steht das Schlimmste noch bevor. Bei täglich rund 1500 Schweinen (allein in Deutschland) versagt die Betäubung vor dem Schlachtvorgang. Die Tiere wachen im Siedebad wieder auf oder erleben das Zerteilen bei vollem Bewusstsein.

214 Eier konsumiert der Durchschnittsdeutsche jährlich, entsprechend groß die Zahl der Hennen, die diese Eier zu legen haben. Für die männlichen Tiere -die Hähne- gibt es hingegen keine Verwendung.
Jedes Jahr werden so alleine in Deutschland über 40 Millionen Küken noch an ihrem ersten Lebenstag vergast oder bei lebendigem Leib zerschreddert.

Alle 11 Sekunden stirbt in Deutschland ein Tier im Tierversuch. Und es werden immer mehr. Von 1,8 Millionen Tieren im Jahr 2000 ist die Zahl inzwischen auf über 3 Millionen angestiegen, die jährlich für Versuche und Experimente "verwendet" werden. Vertreten sind dabei Mäuse, Ratten, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Affen, Hunde, Pferde, Rinder, Schweine, Vögel und Fische.  Versuchstierzahlen 2012

Mehr als 5 Millionen der in unseren Wäldern und auf unseren Wiesen lebenden Wildtiere werden Jahr für Jahr bei der Jagd getötet. Angeblich um die Bestände zu regulieren. Zahlreiche ganzjährig befüllte Futterstellen lassen allerdings die Frage aufkommen, weswegen die Bestände durch diese Zufütterung fortwährend auf ein unnatürlich hohes Niveau gebracht werden.

Und wenn es wahr wäre, dass sich Tierarten ohne natürliche Feinde unbegrenzt vermehren würden, wer oder was hat dann dafür gesorgt, dass der Bestand der großen Räuber auf unserer Erde (Haie, Bären, Tiger, Wölfe) doch niemals überhand genommen hat ? Auch der Greifvogelbestand bleibt trotz des seit 1970 geltenden Jagdverbots völlig unauffällig.
Als Begründung für die schonungslose Jagd auf den Rotfuchs wird bis heute mit der längst ausgerotteten Tollwut argumentiert, desweiteren müsse man das Niederwild schützen. Doch dazu zählende Arten wie Wildkaninchen, das im Bestand gefährdete Rebhuhn und der inzwischen als bedroht geltende Feldhase werden ebenso bejagt. "Schützen" sieht anders aus.

In jagdfreien Arealen, wie dem Nationalpark GranParadiso in Italien oder auch im Nationalpark Bayerischer Wald sind stabile Wildtierbestände zu beobachten - bei geringerer Dichte an Wildtieren gegenüber bejagten Gebieten, und einer zugleich größeren Artenvielfalt.

Tierschutz ist mehr als Hunde und Katzen zu streicheln, und im Winter Futter ins Vogelhäuschen zu streuen.

 

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